04.08.2014

MdB Alexander Hoffmann zur geplanten Stromtrasse „SuedLink“

Anlässlich der aktuellen Diskussion über die geplante Stromtrasse „SuedLink“ erklärt CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann (Wahlkreis Main-Spessart / Miltenberg):

„Über die plötzlich aufgekommene Diskussion über die geplante „SuedLink“-Stromtrasse muss man sich schon wundern, denn es gibt keinen neuen Sachstand – nur plötzlich viele Gerüchte. Alle Informationen liegen bereits seit vielen Monaten auf den Tisch.
Ich möchte zur Versachlichung der Diskussion beitragen und folgende Informationen geben:
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat am 30. Juli 2014 angekündigt, dass die Süd-Ost-Stromtrasse von Sachsen-Anhalt nach Bayern (von Bad Lauchstädt bei Halle über Bad Berneck, Pegnitz, Neumarkt und Eichstätt nach Meitingen bei Augsburg), für die das Unternehmen „Amprion“ zuständig ist, umgeplant wird.
Das hat allerdings nichts mit der Stromtrasse „SuedLink“ zu tun, die in Wilster in Norddeutschland beginnt, über den Großraum Hannover und den Großraum Kassel führt und in Grafenrheinfeld endet. „SuedLink“ wird vom Übertragungsnetzbetreiber „TenneT“ geplant.
Man sollte nicht auf Kosten der Sachlichkeit versuchen, sich zu profilieren und die Bevölkerung damit unnötig zu verunsichern. Anders als andere, die plötzlich ohne Grund in Aktionismus ausbrechen, stehe ich in Kontakt zu „TenneT“.
Auf meine telefonische Nachfrage am Donnerstag, 31. Juli 2014, ob es Veränderungen / Umplanungen / Neuigkeiten zu „SuedLink“ gebe, hat mir „TenneT“ unmissverständlich mitgeteilt, dass keine neue Streckenführungen, Bevorzugungen oder Planänderungen existieren.
Die Karten, die die Planungs-Ellipse und die möglichen Trassenverläufe zeigen, sind bereits seit 28. Februar 2014 bzw. seit 07. März 2014 unverändert online für jeden zugänglich und downloadbar. Die Alternativkorridore, die es bei jeder Planung geben muss, sind auf der Internetseite von „TeneT“ also nicht neu, da seit Monaten für jedermann einsehbar. „TenneT“ hatte die Pläne für die rund 800 Kilometer lange „SuedLink“-Trasse am Vormittag des 5. Februar 2014 vorgestellt.
Um es nochmals klar hervorzuheben: Laut „TenneT“ ist die sogenannte Variante 48 über Bad Brückenau, die A7 entlang bis Grafenrheinfeld nach wie vor die favorisierte Trassenführung. Die Route entlang der A7 durch den Landkreis Bad Kissingen macht absolut Sinn, weil dort bereits die Autobahn vorhanden ist und die Beeinträchtigungen verhältnismäßig gering sind. Die Stromtrassen-Route muss so gelegt werden, wie sie Sinn macht, deshalb ist die A7-Trasse ausgewählt worden.
Ich habe hierzu am 25. Juni 2014 auch ein Gespräch im Bundesverkehrsministerium geführt um vorzubeugen, dass die momentan von „TeneT“ bevorzugte Trasse entlang der A 7 verschoben werden könnte.
Die Bestrebungen des Landkreises Bad Kissingen und der dortigen politischen Mandatsträger, die geplante Trasse aus ihrer Region fernzuhalten, sind mir selbstverständlich bekannt und werden von mir genau verfolgt.
Zum weiteren Ablauf: Das erste formale Verfahren, die Bundesfachplanung, folgt im Herbst. An deren Ende wird der Trassenkorridor festgelegt. Anschließend findet das Planfeststellungsverfahren statt. Hier wird dann der genaue Trassenverlauf innerhalb des Trassenkorridors festgelegt. Ab 2022 soll „SuedLink“ dann Windstrom aus dem Norden in unseren wirtschaftsstarken Süden transportieren.
Ich werde mich nach wie vor an der Diskussion beteiligen und mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Stromtrasse dort gebaut wird, wo es am sinnvollsten ist. Und das ist ganz klar an der A7 entlang und eben nicht durch den Sinngrund.“