11.06.2018

Parlamentarisches Patenschafts-Programm: MdB Alexander Hoffmann trifft amerikanische Austausch-Schülerin Dana Palmer

Eschau / Berlin – Die Grieberts aus Eschau haben seit einigen Monaten ein neues Familienmitglied. Die junge Frau heißt Dana Palmer und kommt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Austauschschülerin wohnt bereits seit Anfang September vergangenen Jahres in Unterfranken und besucht das Julius-Echter-Gymnasium in Elsenfeld.

Für Dana Palmer und 349 weitere amerikanische Stipendiatinnen und Stipendiaten des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) geht aber in Kürze ein aufregendes Austauschjahr zu Ende. Ein Highlight zum Ende ihres Aufenthalts ist der „Berlin-Tag“, an dem die Jugendlichen an diesem Freitag im Deutschen Bundestag und der US-Botschaft zu Gast sind. Der Besuch in der Hauptstadt bildet den krönenden Abschluss eines spannenden Austauschjahres in Deutschland. 
So, wie Alexander Hoffmann jedes Jahr einen Schüler oder jungen Berufstätigen in die USA schicken kann, können dies auch amerikanische Kongressabgeordnete tun. Der Demokrat David Price aus North Carolina entschied sich 2017, Dana Palmer aus seinem Wahlbezirk den rund zehnmonatigen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. 
Das Parlamentarische Patenschafts-Programm fördert bereits seit mehr als 30 Jahren den transatlantischen Austausch. Alle Teilnehmenden haben einen Bundestagabgeordneten als „Paten“, zeitgleich verbringen die deutschen Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Jahr in den USA. Während der Abschlussveranstaltung in Berlin hatten die amerikanischen Jugendlichen auch die Möglichkeit, „ihren“ Bundestagsabgeordneten nochmals persönlich zu treffen. Nochmals deswegen, weil sich Alexander Hoffmann vor kurzem bereits mit Dana Palmer und ihrer Gastfamilie in Obernburg getroffen hatte.
Um die junge „Botschafterin“ aus den USA bereits in seinem Wahlkreis kennen zu lernen, traf sich der CSU-Bundestagsabgeordnete mit ihr und den Grieberts zu einem Gespräch bei einem leckeren Eis. „Spaghetti-Eis kenne ich aus den USA nicht, es wurde mein absoluter Favorit hier in Deutschland“, erzählte Dana Palmer zufrieden.  
Der Zeitungsaufruf, sich als Gastfamilie für US-amerikanische Schüler zur Verfügung zu stellen, hatte Familie Griebert im vergangenen Jahr motiviert, sich zu bewerben. Schnell wählte die Familie Dana Palmer aus Durham (US-Bundestaat North Carolina) aus. Die Töchter Isabel und Amelie mit ihren Eltern Anke und Sven nahmen auch zeitnah Kontakt zu ihrem neuen Familienmitglied für die kommenden Monate auf. „Durch E-Mail, Skype und WhatsApp kann man sich so sehr gut im Vorfeld einen Eindruck verschaffen“, berichteten die Familienmitglieder.
Im Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld besuchte Dana Palmer die Einführungsklasse der zehnten Jahrgangsstufe. Um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, war für sie in den ersten Wochen vor allem Deutschunterricht angesagt. „Anfangs haben wir Englisch gesprochen und sind mit der Zeit immer mehr ins Deutsche gewechselt", berichtet Dana von ihren Fortschritten beim Deutsch lernen.
Der Schulalltag und verschiedene Freizeitaktivitäten ließen das anfängliche Heimweh recht schnell kleiner werden. An den Wochenenden brach Familie Griebert immer wieder zu Ausflügen auf, vor allem in Bayern. „Das Oktoberfest, der FC Bayern München und die bayerischen Landschaften mit ihren Burgen und Schlössern sind die häufigsten Dinge, die Amerikanern einfallen, wenn man sie fragt, was sie von Deutschland kennen“, bestätigte Alexander Hoffmann. Dass sich am Ende nicht jedes Klischee über die Deutschen bestätigt hat, konnte Dana Palmer lachend berichten.
Den Austausch gelebt hat sie auch in ihrer Gastfamilie bei den traditionellen Festen des Jahreskreises. Zu Erntedank besuchte sie einen Erntedankgottesdienst und kochte, im Gegenzug zum amerikanischen Thanksgiving, Makkaroni mit Käse. An Heiligabend gab es dann eine deutsche Weihnacht und am 25. Dezember wurden die Geschenke aus den USA ausgepackt. Von den vielen Faschingszügen war Dana ebenfalls begeistert. Ein echtes Pendant dazu gebe es in ihrer Heimat nicht, lediglich in der Gegend von New Orleans den Mardi Gras – den „fetten Dienstag“ oder bei uns eben Faschingsdienstag.
„Ich freue mich, dass über diese Austauschprogramme das Verständnis für andere Nationen und Kulturen gestärkt wird“, betont MdB Hoffmann. Er ermutigt daher Schüler wie Auszubildende, sich für das Parlamentarische Austauschprogramm zu bewerben. Vor kurzem erst hat die Bewerbungsphase für das Austausch-Jahr 2019/2020 begonnen.
• Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler mit erstem Wohnsitz in Deutschland. Die Schüler müssen zum Zeitpunkt der Ausreise (Stichtag: 31. Juli) mindestens 15 und dürfen höchstens 17 Jahre alt sein. Zu diesem Zeitpunkt darf die Schulausbildung noch nicht mit dem Abitur abgeschlossen sein.
• Auch junge Berufstätige und Auszubildende mit erstem Wohnsitz in Deutschland können sich bewerben, wenn sie zum Zeitpunkt der Ausreise (Stichtag: 31. Juli des Ausreisejahres) ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben und höchstens 24 Jahre alt sind. Teilnahmeberechtigt sind auch arbeitslose Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung. Jugendliche, die beabsichtigen, einen Freiwilligendienst zu leisten, müssen sicherstellen, dass dieser Dienst nicht in die Zeit des Auslandsaufenthalts fällt. Geleisteter Grundwehrdienst oder Zivildienst und ein geleistetes freiwilliges soziales, ökologisches oder entwicklungspolitisches Jahr erhöhen die oberen Altersgrenzen entsprechend.
Ebenso wichtig sind natürlich die Gastfamilien in den USA und Deutschland, die für die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihr Zuhause öffnen. Schon in wenigen Monaten beginnt für den nächsten PPP-Jahrgang das Abenteuer Austausch. Deshalb unterstützt Alexander Hoffmann die gemeinnützige Austauschorganisation Experiment e.V. jetzt dabei, neugierige und weltoffene Gastfamilien zu finden, die ab Anfang September eine/n US-amerikanische/n Schüler/in bei sich aufnehmen. Wer daran Interesse hat, kann sich direkt an die Bundesgeschäftsstelle von Experiment e.V. in Bonn wenden (www.experiment-ev.de). Weitere Informationen zum Parlamentarischen Patenschafts-Programm gibt es auf www.bundestag.de/ppp.