10.10.2014

Gespräch mit dem Vize-Präsidenten der Bundesnetzagentur zu „SuedLink“

Berlin / Main-Spessart / Miltenberg (9. Oktober 2014) – Die Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann (CSU) und Bernd Rützel (SPD) haben heute in Berlin mit dem Vize-Präsidenten der Bundesnetzagentur, Peter Franke, ein ausführliches Gespräch zur geplanten „SuedLink“-Stromtrasse geführt.

Die beiden Politiker betonten, dass sie jede Gelegenheit im Verfahren nutzen werden, um sich einzubringen und überparteilich eng zusammenarbeiten. „Wir sehen uns als Anwälte unserer Region, und wir stehen für Sachlichkeit.“ Bernd Rützel stellte klar, dass es „kein Recht der Lauteren“ geben dürfe und warnte davor, aus rein politischen Gründen die geplante Stromtrasse beliebig zu verschieben.
„Wir sehen nicht, dass der bestmögliche Streckenverlauf durch den Sinn-, Saale- und Werngrund führt“, erläuterte Alexander Hoffmann. Das Sinntal sei zu schmal, und entlang der dortigen ICE-Trasse gebe es diverse Tunnel und Brücken. Dies, bestätigte Peter Franke, widerspreche dem gesetzlich gebotenen Bündelungsgebot. Es werde deshalb eine Trassenführung durch dünn besiedeltes Gebiet mit möglichst wenigen Raumwiderständen angestrebt.
Bis Mitte Dezember dieses Jahres werde Netzbetreiber „TenneT“ einen formellen Antrag bei der Bundesnetzagentur einreichen. Danach beginne die Bundesfachplanung. Auf das Thema Erdverkabelung angesprochen erklärte Peter Franke, dass sich hier eine Ausweitung abzeichnet. Bislang war vorgesehen, bis zu zehn Prozent der Strecke unterirdisch verlaufen zu lassen. Allerdings verursache Erdverkabelung einen noch deutlich größeren Eingriff in die Landschaft als eine überirdische Leitung.
Der Vizepräsident der Bundesnetzagentur betonte im Gespräch mit den beiden Abgeordneten nochmals den dringenden Bedarf von „SuedLink“: „Die Ausbauziele für die erneuerbaren Energien im Rahmen der Energiewende stehen fest und sind ohne die Anteile an Windenergie aus dem Norden nicht zu erreichen“, so Franke. Er betonte, dass die Bundesnetzagentur „stets sehr restriktiv“ mit dem Bau neuer Trassen umgegangen sei.
„Die ‚SuedLink‘-Trasse hat die Funktion, die riesige Menge an Windstrom vom Norden in den wirtschaftlich starken Süden zu transportieren.“ Grundsätzlich gelte, dass der Ökostrom aus allen Quellen erneuerbarer Energien vorrangig ins Stromnetz eingespeist werden muss.
Alexander Hoffmann und Bernd Rützel zeigten sich mit dem Gespräch sehr zufrieden. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere vielen guten Argumente, den Trassenverlauf nicht in den Sinn-, Saale- und Werngrund zu verschieben, an der richtigen Stelle vorgebracht haben.“