Rückkehrerin Isabella Balles im Gespräch mit MdB Hoffmann

Isabella Balles Zeigt MdB Hoffmann ihre amerikanische College-Jacke

05.09.2014

Mit dem Bundestag in die USA

Einjähriges Austauschprogramm in den USA – Stipendiatin trifft sich nach Rückkehr mit Alexander Hoffmann MdB

Miltenberg/Berlin: Ein einjähriger USA Aufenthalt im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogrammes des Deutschen Bundestages? Für Isabella Balles aus Bürgstadt wurde dieser Traum wahr. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann (CSU) traf sich mit ihr, um sich über ihre Zeit in den USA zu informieren.
Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) existiert seit 1983 und hat sich der Vertiefung der Freundschaft und dem kulturellen Austausch von Schülern und jungen Berufstätigen zwischen 15 und 24 Jahren. Diese können sich beim Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises bewerben. So traf sich der Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann, der die Stipendiaten auswählt, mit Isabella Balles, die erst am 4. Juli aus den USA zurückgekehrt war, zum Erfahrungsaustausch.
Isabella Balles schilderte im Gespräch ihre Eindrücke des einjährigen Aufenthaltes, der sie in die kalifornische Stadt Pleasanton, die ca. 50 km westlich von San Francisco liegt, führte. Dort wurde sie sehr herzlich von ihrer Gastfamilie aufgenommen und fühlte sich sofort zugehörig und heimisch. Dies begründete sie mit der amerikanischen Offenheit und Freundlichkeit, welche ihr sofort ein gutes Gefühl gab.
Frau Balles besuchte die ortsansässige Highschool und zeigte sich begeistert über die dortigen Möglichkeiten und Freiheiten. Besonders angetan war sie von dem sehr persönlichen Verhältnis von Schülern und Lehrern, das fast schon einem freundschaftlichen nahe kam. So machte ihr der Schulbesuch großen Spaß, was natürlich auch an den Programmen außerhalb des regulären Unterrichts lag. Die junge Frau engagierte sich im Leichtathletik-Team ihrer Highschool und war Cheerleaderin. Im Rahmen des Cheerleadings wurde ihr sogar eine Reise nach Florida ermöglicht, die sie mit ihrer Gastschwester wahrnahm.
Aber auch zu anderen Gelegenheiten konnte sie die Vereinigten Staaten bereisen. Ausflüge nach Las Vegas und ein umfangreiche Reise entlang der Westküste mit ihrer Gastfamilie hinterließen bleibende Eindrücke, die Frau Balles in guter Erinnerung geblieben sind.
Doch schilderte sie auch negative Erlebnisse. Die unglaubliche Kluft zwischen arm und reich gehörte dazu. Auch das mangelhafte Gesundheitssystem war stets ein Thema vor Ort. Die Reformen durch Obamacare fanden in den wohlhabenderen Teilen der amerikanischen Bevölkerung keine Unterstützung, sollten sie doch Teile der Versorgung der Armen ohne Gegenleistung bezahlen.
Natürlich wurden Frau Balles auch viele Fragen zu ihrem Leben in Deutschland gestellt. Sie hob hier beispielsweise das deutsche System des Personennahverkehrs hervor. Dies gäbe es so in den USA nicht und man sei ohne Führerschein ständig von anderen abhängig, die einen fahren oder abholen.
Als besonders aufregende Zeit beschrieb Frau Balles die Weihnachtszeit. Bereits Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen werde man bei jeder Gelegenheit an die Festtage erinnert und regelrecht in Weihnachtsstimmung versetzt. Nach wochenlangen Vorbereitungen wird schließlich im großen Familienrahmen gefeiert, ohne auf die üblichen Accessoires wie Lichterketten, Weihnachtsfiguren und natürlich dem prunkvoll geschmückten Baum zu verzichten.
Bei all den positiven Erfahrungen vermisste Frau Balles fern ab der Heimat neben den öffentlichen Bussen auch ein paar Dinge aus Deutschland, wie beispielsweise die deutsche Küche. Dennoch möchte sie die gemachten Erfahrungen auf keinen Fall missen. Neben den vielen positiven Eindrücken und Erinnerungen, die sie aus Kalifornien mit zurück nach Miltenberg nahm, bleiben natürlich auch Freundschaften zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten bestehen. Bereits kurz nach ihrer Rückkehr nach Deutschland erhielt Frau Balles durch ihre Gastschwester Besuch aus den USA. Weitere gegenseitige Besuche, zusammen mit den jeweiligen Familien, sind angedacht.
Die Eindrücke, die Frau Balles Herrn Hoffmann schilderte, verdeutlichten die Wichtigkeit und Berechtigung des Parlamentarischen Patenschaftsprogrammes zwischen dem Deutschen Bundestag und dem US-amerikanischen Kongress. Das Vertiefen der Freundschaft und das gegenseitige Kennenlernen der Kulturen sind die Ziele des Programms. Diese wurde im Fall von Frau Balles offensichtlich erreicht.
Am Ende des Gesprächs lud Alexander Hoffman Frau Balles gemeinsam mit ihrem nächsten Besuch aus den USA nach Berlin ein und versprach ihr dort eine Sonderführung durch die Parlamentsgebäude.
Über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) kann man sich auf der Homepage des Deutschen Bundestages informieren. Aktuell befindet sich bereits eine Stipendiatin, die von Alexander Hoffmann ausgewählt wurde, in den USA. Die Bewerbungsfrist für kommendes Jahr läuft jedoch noch bis zum 12. September.