10.11.2017

MdB Alexander Hoffmann: Krankenkassen müssen dem Kinderpalliativteam Unterfranken schnellstmöglich die bereits zugesagten Mittel zur Verfügung stellen!

Main-Spessart / Miltenberg (10. November 2017) – CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann setzt sich mit großer Vehemenz für das Kinderpalliativteam Unterfranken der Malteser ein. Er hat die Vorstände der sechs beteiligten Krankenkassen (AOK Bayern, BKK, Knappschaft, IKK classic, vdek und SVLFG) angeschrieben und sie aufgefordert, den bereits zugesicherten Geldbetrag zur Verfügung zu stellen sowie den entsprechenden Vertrag mit den Maltesern baldmöglichst zu unterzeichnen. „Feilschen und Taktieren dürfen keine Option sein“, betont Hoffmann. „Die Finanzierung muss schnellstmöglich auf ein tragendes Fundament gestellt werden!“

Zum Hintergrund: Vor etwa zwei Monaten schien sich für die Familien von Kindern mit lebensverkürzenden Krankheiten eine neue, segensreiche Möglichkeit zu eröffnen. Nachdem sie schon lange in anderen Regionen bestehen, konnte endlich auch in Unterfranken ein Kinderpalliativteam aus der Taufe gehoben werden. Unter der Trägerschaft der Malteser konnten Kinderärzte und Kinderpflegekräfte für diese äußerst belastende Tätigkeit gewonnen werden. Ein Konzept wurde erarbeitet und in Abstimmung und Verhandlung mit den Kassen nachgebessert, abgeändert und so in einen Zustand gebracht, mit dem alle Seiten leben konnten – jedoch nur scheinbar. 
Aus unerfindlichen Gründen wurde jedoch das Angebot seitens der Kassen für die Malteser noch einmal deutlich gekürzt. Somit ist letzten Endes kein Vertrag zu Stande gekommen und das Kinderpalliativteam, das seit 1. Oktober seine wichtige Arbeit aufgenommen hat, wird nun finanziell nur von Spenden getragen. Doch unter diesen Voraussetzungen wäre das Kinderpalliativteam der Malteser in Unterfranken in einem halben Jahr mittellos und müsste seine Arbeit wieder einstellen.  
„Die Krankenkassen sind hier als Kostenträger in der Pflicht“, erläutert der Retzbacher Bundestagsabgeordnete die Situation. „Bereits 2007 wurde die gesetzliche Grundlage auch für Palliativpflege im eigenen Zuhause gesetzlich verankert. Dass die Belange von Kindern dabei besonders zu berücksichtigen sind, ist zusätzlich in den Gesetzestext aufgenommen worden“, so Hoffmann. Gerade wenn ein Kind eine tödliche Krankheit ereilt, müsse für diese Extremsituation alles Mögliche getan werden, um den Angehörigen Erleichterungen zu verschaffen.
Daher hat Alexander Hoffmann die verantwortlichen Krankenkassenvorstände mit einem ausführlichen Brief auf die unbedingte Notwendigkeit einer tragfähigen Finanzierung für das Kinderpalliativteam in Unterfranken hingewiesen: „Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung muss auch für Kinder gegeben sein. Die Kosten dafür können nicht einfach auf großzügige Spendengeber abgewälzt werden, sondern sind in ausreichendem Maße von den Kassen als Kostenträger zu erstatten“, fordert der CSU-Parlamentarier mit Nachdruck.