16.03.2016

Sechs Projekte aus der Region im Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan

Berlin/Aschaffenburg. Sechs Verkehrsprojekte aus der Region Aschaffenburg haben es in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans geschafft: Für den Bereich Straßenverkehr der vier-streifige Ausbau der B469 von der A3 bis zur A45, der vier-streifige Ausbau der B26 von der B469 bis Hafen West sowie der sechs-streifige Ausbau der B 469 von der A3 bis zur Abfahrt Stockstadt (AB16). Auch die Ortsumfahrungen von Mömlingen und Schneeberg sind in den Entwurf aufgenommen. Außerdem für den Bereich Wasserstraße die Fahrrinnenvertiefung vom Rhein bis nach Aschaffenburg. Dies hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den Bundestagsabgeordneten Andrea Lindholz (Aschaffenburg) und Alexander Hoffmann (Miltenberg / Main-Spessart) vorab mitgeteilt. Die beiden CSU-Abgeordneten hatten sich in den vergangenen Jahren für diese Verkehrsprojekte aus der Region Aschaffenburg und Miltenberg eingesetzt.

Lindholz: „Es ist ein großer Erfolg, dass im Entwurf mehrere Projekte aus unserer Region aus den Bereichen Straße und Wasserstraße aufgenommen wurden. Der Ausbau der B469 kann die Verkehrsanbindung der Stadt Aschaffenburg im Westen verbessern. Wer oft auf der B469, der A3 oder der A45 unterwegs ist, kennt das hohe Verkehrsaufkommen und die leidigen Staus. Der Untermain vom Rhein bis Aschaffenburg ist der am stärksten befahrene Flussabschnitt und gehört zu den wichtigsten Binnenschifffahrtsrouten in Europa. Die Vertiefung der Fahrrinne bindet den Aschaffenburger Hafen noch besser an. Eine leistungsfähige Anbindung ist wichtig für die Wirtschaft und davon profitieren die Menschen am gesamten Bayerischen Untermain.“ 

Hoffmann: „Die B469 ist die Lebensader des Landkreises Miltenberg. Die ständig wachsende Zahl von Fahrzeugen macht nun eine effizientere Anbindung unumgänglich. Mit dem konsequenten Ausbau der B469 wird auch in Zukunft die optimale Anbindung von Mensch und Wirtschaft an die Region Aschaffenburg/Frankfurt gewährleistet. Zudem sind auch die Ortsumfahrungen von Mömlingen und von Schneeberg im neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen: Die B426 hat ‚vordringlichen Bedarf‘; die B47 ist im sogenannten ‚weiteren Bedarf‘. Damit ist nun vor allem der Grundstein dafür gelegt, dass in den nächsten Jahren vor Ort entschieden werden kann, ob eine Ortumfahrung realisiert werden soll.“

„Wir wissen, dass manche der Projekte vor Ort nicht unumstritten sind“, bekräftigen die beiden CSU-Politiker. „Hierzu sind wir mit den Beteiligten im Gespräch. Mit dem Entwurf des Verkehrsministeriums liegt nun eine echte Diskussionsgrundlage für weitere Gespräche auf dem Tisch. Alle Bürgerinnen und Bürger können ab dem 21. März innerhalb einer Frist von sechs Wochen direkt eine Stellungnahme zu den jeweiligen Projekten beim Bundesverkehrsministerium einreichen. Alle nötigen Formulare und Informationen sind auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums abrufbar.“


Hintergrund:
Für die Region Aschaffenburg waren im Bereich Straßenverkehr fünf Projekte für den BVWP 2015 angemeldet: der sechs-streifige Ausbau der B 469 von der A3 bis zur Abfahrt Stockstadt (AB16), der vier-streifige Ausbau der B469 von der A3 bis zur A45 sowie der vier-streifige Ausbau der B26 von der B469 bis Hafen West. Daneben die Ortsumfahrung Laufach sowie die B26 Lohr – Ausfahrt Hösbach. Im Bereich Schienenverkehr sind die Elektrifizierung der Aschaffenburger Hafenbahn sowie der Bau einer Weichenverbindung von Darmstadt nach Aschaffenburg angemeldet.
Nach Abschluss und Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung wird der BVWP vom Bundeskabinett beschlossen. Der Bundestag beschließt den BVWP danach in Form von mehreren Ausbaugesetzen.