08.07.2014

MdB Alexander Hoffmann: Die Mütterrente wird rückwirkend zum 1. Juli ausgezahlt

Berlin / Main-Spessart / Miltenberg: Seit dem 1. Juli gilt das neue Rentenpaket, das die Große Koalition beschlossen hat. Ein zentraler Bestandteil des Gesetzes ist die Aufwertung der Mütterrenten. „Es war überfällig, mit der deutlichen Erhöhung der Mütterrente eine Gerechtigkeitslücke zu schließen“, betont CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann. „Damit wird die Erziehungsleistung der älteren Mütter deutlich mehr als bisher anerkannt. Denn diese Frauen haben häufig wegen der Erziehung ihrer Kinder auf Berufstätigkeit verzichtet, Kindergartenplätze waren seltener und der berufliche Wiedereinstieg war deutlich schwieriger als heute“, so MdB Hoffmann.

Von der verbesserten Mütterente profitieren auch diejenigen Frauen, die heute schon eine Rente beziehen. Ein Antrag ist daher nicht notwendig. Allerdings kann es zu Verzögerungen bei der Auszahlung kommen, da die Deutsche Rentenversicherung noch etwas Zeit für die Umsetzung benötigt. „Wie ich aus vielen Rückmeldungen aus dem Wahlkreis weiß, ist die Mütterente schon in vielen Bescheiden zum Juli berechnet. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass die Auszahlung der entsprechenden Beträge aus organisatorischen Gründen jedoch erst im Herbst, dann aber rückwirkend zum 1. Juli dieses Jahres erfolgen wird“, stellt Alexander Hoffmann klar.
Für Frauen im Westen erhöht sich die Rente um rund 28 Euro pro Kind und Monat (im Osten um ca. 25 Euro). Das bedeutet: Für eine Mutter von vor 1992 geborenen Kindern gibt es nun für das erste Kind pro Jahr 336 Euro mehr Rente. Für Mütter mit zwei Kindern erhöht sich die Rente folglich um 672 Euro pro Jahr, für Mütter von drei Kindern gibt es somit 1008 Euro mehr Rente pro Jahr. Diese Besserstellung ist ab sofort in den Rentenbescheiden enthalten. 

Zum Hintergrund: Diejenigen Frauen, die ihre Kinder ab 1992 geboren haben, bekommen bis zu drei Rentenpunkte pro Kind gutgeschrieben, was im Westen aktuell einem monatlichen Rentenbetrag von ca. 84 Euro entspricht. Mütter von Kindern, die vor 1992 entbunden haben, erhielten bislang nur einen einzigen Rentenpunkt pro Kind. Bereits in den Koalitionsverhandlungen wurde auf Vorschlag der CSU vereinbart, dass pro Kind ein Rentenpunkt mehr angerechnet werden soll, also zwei. Dieser zusätzliche Rentenpunkt pro Kind kostet insgesamt rund 6,5 Milliarden Euro pro Jahr.