07.03.2017

MdB Alexander Hoffmann: „SuedLink“-Vorschlag bedeutet den denkbar kürzesten Trassenverlauf durch den Landkreis Main-Spessart

Berlin / Main-Spessart – Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT, 50 Hertz und TransnetBW werden am 17. März den Antrag auf Bundesfachplanung nach § 6 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) bei der Bundesnetzagentur einreichen. Dieser muss einen Vorschlagskorridor und Alternativen enthalten. Über die Inhalte des Antrags und die nächsten Verfahrensschritte wurde heute Mittag Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann (CSU) in Berlin persönlich informiert.

Der Antrag enthält einen Vorschlag für einen Vorzugs-Trassenkorridor, der zunächst die A71 entlang verläuft und in Grafenrheinfeld endet. Der Stich nach Westen, der die „SuedLink“-Trasse schließlich bis nach Großgartach weiterführt, verläuft nördlich von Arnstein zwischen Schwebenried und Büchold nach Thüngen, dann weiter in südöstlicher Richtung nach Retzstadt. Die Trasse quert den Main zwischen Zellingen und Thüngersheim in Richtung Südwest und verläuft dann weiter in südwestlicher Richtung. Sie umgeht Leinach im Nordosten, knickt dann in südwestliche Richtung ab nach Greußenheim. 
„Die ‚SuedLink‘-Vorzugstrasse bedeutet den denkbar kürzesten Trassenverlauf durch den Landkreis Main-Spessart“, betont Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann. Der direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete für Main-Spessart zeigt sich mit dem von Tennet favorisierten Vorschlag zufrieden: „Ich bin froh, dass der Landkreis Main-Spessart nicht doppelt betroffen ist. So sind weder die Variante von Gräfendorf nach Karbach, noch die Querung bei Harrbach und der weitere Verlauf auf der fränkischen Platte von TenneT als vorzugswürdig erachtet worden. Die vielen Gespräche, die ich hier in Berlin mit allen wichtigen Entscheidungsträgern geführt hatte, waren erfolgreich“, so Hoffmann. „Ich hatte mit Nachdruck die Argumente platziert, die gegen eine zweifache Trassenführung im Landkreis Main-Spessart sprechen.“  
„Mit dem Antrag auf Bundesfachplanung stehen wir am Beginn des offiziellen Genehmigungsverfahrens“, erläutert Hoffmann. Entschieden sei aber noch nichts. „Der Antrag enthält lediglich einen Vorschlag für einen Trassenkorridor, der aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber und auf Basis der bisher erfolgten Untersuchungen als am besten geeignet erscheint.“ Erst am Ende der Bundesfachplanung (voraussichtlich Ende 2018) werde der zwischen 500 und 1000 Meter breite Trassenkorridor feststehen, in dem der konkrete Leitungsverlauf ermittelt wird. Der tatsächliche Verlauf der Leitung innerhalb dieses Korridors wird erst im anschließenden Planfeststellungsverfahren (voraussichtliches Ende: 2021) festgelegt. Erst nach Abschluss dieses Planfeststellungsverfahrens stehen dann die betroffenen Kommunen und Grundstückseigentümer endgültig fest. 
Rund 7.000 Hinweise hatte TenneT in einem noch nie dagewesenen Beteiligungsverfahren erhalten. 95 % davon waren laut TenneT planungsrelevant. Und 50 % hatten konkrete Auswirkungen auf den Antrag auf Bundesfachplanung nach § 6 Netzausbaubeschleunigungsgesetz. Die Karten von TenneT sind in der Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung mehr als eine Million Mal aufgerufen worden.  
Am 27.09.2016 hatte TenneT den Bundestagsabgeordneten und der Öffentlichkeit erste Vorschläge für Erdkabelkorridore für die beiden „SuedLink“-Verbindungen von Wilster/West nach Bergrheinfeld/West sowie von Brunsbüttel nach Großgartach vorgestellt.