12.04.2017

Baumaßnahmen im Landkreis Main-Spessart gehen planmäßig voran

Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann und Staatssekretär Gerhard Eck zum Gespräch beim Staatlichen Bauamt in Würzburg

Würzburg/Berlin --- „Die Großprojekte im Landkreis liegen im Soll“, zeigte sich der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Main-Spessart, Alexander Hoffmann, nach einen Termin im Staatlichen Bauamt in Würzburg zufrieden. Gemeinsam mit Staatssekretär Gerhard Eck traf Hoffmann den Leiter der Abteilung Straßenbau im Staatlichen Bauamt Würzburg, Dr. Michael Fuchs, um den aktuellen Sachstand mehrerer Großprojekte zu besprechen. 
Vor allem erhielt hier die Mainbrücke in Gemünden in den vergangenen Wochen große Aufmerksamkeit. Dr. Fuchs schilderte, dass die Abbrucharbeiten der alten Brücke wie geplant ablaufen und zeitlich keine nennenswerten Verzögerungen vorliegen. Der Fährbetrieb als Ersatzmaßnahme werde von der Bevölkerung sehr gut angenommen und erziele die geplante Kompensation. Staatsekretär Eck und Dr. Fuchs versicherten Hoffmann, dass nach aktuellem Bauzeitplan eine Verkehrsfreigabe für Ende Juli 2018 und der komplette Abschluss der Baumaßnahme für Ende Oktober 2018 vorgesehen sind.
Direkt verbunden mit dem Brückenbau ist die geplante Ortsumgehung für Gemünden. Die Umgehung konnte dank des Einsatzes von Hoffmann und Eck in den Bundesverkehrswegeplan für 2030 aufgenommen werden. Der Durchbruch gelang den beiden CSU-Politikern damals mit der Überlegung, die Brückenbaumaßnahme außerhalb des Bundesverkehrswegeplans zu absolvieren, um der Ortsumfahrung damit im Bewertungsverfahren eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Unter Hinweis auf diese Besonderheit gelang es Hoffmann und Eck dann auch im letzten Jahr im direkten Gespräch mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Einstufung in den vordringlichen Bedarf zu erreichen. Die Anwesenden betonten hierbei die gelungene Zusammenarbeit zwischen Bund, Freistaat und staatlichem Bauamt. Der Startschuss für die Planungen zur Ortsumgehung wurde daher bereits gegeben, die ersten Vorbereitungen und Untersuchungen vor Ort sind bereits angelaufen. Sofern die Planung reibungslos verläuft, kann bereits 2020 mit der Planfeststellung gerechnet werden.
Noch vor den beiden Projekten in Gemünden ist die ebenfalls in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommene B26n das größte Projekt in der Region. Gerhard Eck betonte, dass er hierbei so schnell wie möglich mit dem Bau des ersten Abschnitts von Werneck bis Müdesheim beginnen möchte, um für die lange ersehnte Entlastung von Arnstein zu sorgen. Eine gewichtige Rolle im weiteren Bauverlauf wird die Verkehrsumleitung spielen. Hierbei betonten die Gesprächsteilnehmer, dass niemand über Gebühr belastet werden dürfe, eine ausgewogenes Konzept sei auch für die Akzeptanz der Baumaßnahmen unerlässlich. Dies gelte auch für den weiteren Verlauf der B26n. Für alle Ortschaften entlang der neuen Bundesstraße laufen bereits Planungen zur Entlastung. Zu diesem Zweck sind mehrere Ortsumgehungen angedacht. Für Lohr sei auch losgelöst von der B26n ein schlüssiges Verkehrskonzept unerlässlich, so der Staatsekretär. Eck betonte in diesem Zusammenhang auch, dass die aktuell kursierende Zahl von 40. 000 Fahrzeugen pro Tag nicht der beschlossenen Variante der B26n entsprechen würde, diese sei deutlich zu hoch gegriffen. Dr. Fuchs und Eck versicherten, dass durch die frühzeitige Planung alle Eventualitäten mit einbezogen werden könnten. Als nächster Schritt wird die Linienbestimmung für den konkreten Verlauf vorgenommen.
„Die aktuellen Projekte im Landkreis zeigen, dass wir den Blick auch in die Zukunft richten. Eine funktionierende Infrastruktur ist Grundbedingung für hohe Lebensqualität und einen starken Wirtschaftsstandort. Man muss hierbei aber auch immer Rücksicht auf die Bevölkerung nehmen und sollte Mehrbelastungen durch die Baumaßnahmen so gut wie möglich vermeiden. Ich denke, dies gelingt durch den Einsatz aller Beteiligten bei den derzeitigen Projekten sehr gut.“, zeigte sich Hoffmann am Ende zufrieden.