20.03.2015

MdB Alexander Hoffmann zum Klinikum Main-Spessart: „Ergebnisoffener diskutieren und Chancen nutzen!“

Berlin / Main-Spessart – „Der Bund und die Länder tun sehr viel, um die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass auch in Zukunft eine gut erreichbare, qualitativ hochwertige Krankenhaus-Versorgung deutschlandweit sichergestellt ist“, betont CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann. „Von der anstehenden Krankenhaus-Reform kann auch unsere ländlich geprägte Region profitieren, wenn wir die Chancen nutzen und Veränderungen nicht scheuen.“

MdB Hoffmann nimmt auch Bezug auf den Besuch der Freien Wähler Main-Spessart in der Kreisklinik Wörth an der Donau („Main-Post“ vom 10.03.2015). „Dass die Klinik in Wörth schwarze Zahlen schreibt ist ein weiterer Beweis dafür, dass man auch kleinere Krankenhäuser kostendeckend betreiben kann“, so Hoffmann. Dies sei eben das Ergebnis eines kontinuierlichen Umbauprozesses gewesen, zu der auch die Zusammenlegung von ehemals vier kleinen Krankenhäusern (Regenstauf, Sünching, Hemau und Wörth) gehörte. In Wörth habe man neue Aufgaben angepackt und sich spezialisiert, pflege Kooperationen mit großen Kliniken und überzeuge durch Qualität.
„Den Freien Wählern wurde in Wörth gezeigt, dass man kleine Krankenhäuser mit genug Reformwillen und Eigeninitiative durchaus wirtschaftlich betreiben kann – anders als es die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler und die Kreis-Grünen ständig behaupten“, so Alexander Hoffmann. „Ich bin daher zuversichtlich, dass wir im Kreistag künftig sachlicher und ergebnisoffener über das Klinikum Main-Spessart reden können.“ Es helfe aber nichts, nur mehr Hilfe vom Bund und den Ländern einzufordern. „Der Landkreis als Träger muss notwenige Reformen selbst mutig anpacken“, mahnt der CSU-Politiker.
Der Bund trage bereits einen großen Teil dazu bei, dass Krankenhäuser erfolgreich geführt werden können. Im Dezember 2014 hat das Bundesgesundheitsministerium zudem Eckpunkte für eine Krankenhaus-Reform vorgestellt. So werde Qualität bei der Krankenhaus-Planung künftig eine noch deutlich stärkere Rolle spielen, und gute Leistungen würden besonders vergütet.
Mit einem Strukturfonds wird der Bund die Länder dabei unterstützen, notwendige Umstrukturierungen zur Verbesserung der Versorgung voranzubringen. Dafür werden bis zu 500 Millionen Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung gestellt, wenn sich auch die Länder in gleicher Höhe beteiligen. Es stehen für Umstrukturierungen also bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung. „Wir sollten diese Chancen, die sich bieten, auch nutzen“, fordert Alexander Hoffmann auch in seiner Eigenschaft als Kreisrat.
Durch ein Pflege-Stellenförderprogramm wird der Bund darüber hinaus 660 Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit Krankenhäuser mehr Pflegekräfte einstellen können, zum Beispiel für die Betreuung von demenzkranken und pflegebedürftigen Patienten.