MdB Hoffmann mit dem Leiter des Bahnhofsmanagments, Elmar Hirsch

18.01.2017

MdB Alexander Hoffmann erörtert die Zukunft der Bahnhöfe in der Region

Hoffmann trifft sich mit Regionalmanager der Deutschen Bahn

Würzburg (16. Januar 2017) – Wie sieht die nahe Zukunft der Bahnhöfe in den Landkreisen Main-Spessart und Miltenberg aus? Um diese Frage zu erörtern, hat sich der CSU-Wahlkreisabgeordnete Alexander Hoffmann in der zurückliegenden Woche mit Elmar Hirsch, dem zuständigen Leiter des Bahnhofsmanagements der Deutschen Bahn in Unterfranken, getroffen. „Ziel des Gesprächs war es, die Perspektiven für die Stationen auszuloten, bei denen vor allem hinsichtlich der Barrierefreiheit erheblicher Verbesserungsbedarf besteht“, so Hoffmann. Zusammen mit Hirsch, der diese Funktion an verschiedenen Standorten seit mehr als elf Jahren ausübt und somit als profunder Kenner der Materie bezeichnet werden kann, besprach MdB Hoffmann vorwiegend die Perspektiven der einzelnen Bahnhöfe und die dafür notwendigen Fördermaßnahmen. Einig war man sich, dass es durchaus Verbesserungspotenzial gebe, was die Verteilung der Fördermittel angehe. So sei beispielsweise das Zukunftsinvestitionsprogramm, das 2015 vom Verkehrsministerium mit einem Gesamtvolumen von 160 Millionen Euro aufgelegt wurde, zwar eine hervorragende Idee. Es sei jedoch nicht für alle Stationen anwendbar, da der Abschluss der Baumaßnahmen bis 2018 zu den Vorbedingungen gehört. Hoffmann stimmte zu, dass dies sicherlich nicht für alle Projekte machbar ist. Eine längere Laufzeit wegen der gesetzlichen Regelungen für ein solches Sonderprogramm sei aktuell aber nicht möglich. Es werde in erster Linie für Baumaßnahmen rege genutzt, die ohnehin schon angedacht und womöglich in der Planungsphase seien. Jedoch müsse sich der Bund um alternative Fördermöglichkeiten bemühen. Hoffmann kündigte an, dass er sich diesbezüglich auch mit den Anmerkungen von Elmar Hirsch erneut mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zusammensetzen werde. Weitere umfangreiche Fördermaßnahmen gibt es darüber hinaus auch durch den Freistaat, der sich freiwillig an Umbaumaßnahmen beteiligt. Hier erwartet die Deutsche Bahn zeitnah das neue Bayern-Paket 2019-2023, in dem dann vom Staatsministerium für Inneres, Bau und Verkehr einzelne Projekte benannt werden.

Konkret wurde in dem Gespräch die Situation der Bahnhöfe in Gemünden, Retzbach, Lohr und Partenstein erörtert. Darüber hinaus wurden alle weiteren Bahnhöfe in der Region angesprochen, die anhand der Reisendenzahlen und des baulichen Zustandes in einer Prioritätenliste eingestuft werden. Sehr zuversichtlich zeigten sich Alexander Hoffmann und Elmar Hirsch, was den Bahnhof Gemünden angeht. Dieser dürfte aufgrund der starken Frequenz (Gemünden ist die Station mit der vierthöchsten Reisenden-Zahl in Unterfranken) zeitnah eine Förderung zum barrierefreien Umbau erhalten. Hoffmann sagte zu, sich hier nochmals mit Nachdruck für einen baldigen Maßnahmenbeginn einzusetzen. Auch die Station in Lohr hat aufgrund ihrer Einstufung gute Chancen, in den kommenden Jahren an Fördermittel zu gelangen, ebenso die Station in Retzbach. Diese konnte die Reisendenzahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern, was laut Hirsch zu einer deutlichen Verbesserung der Aussichten führt. Die Station in Partenstein sei in den vergangenen Jahren erst umfangreich umgebaut worden, weshalb diese in der Prioritätenliste nach unten gerutscht sei. Jedoch spreche für den Bahnhof, dass die Voraussetzungen für einen endgültig barrierefreien Umbau bereits bei den vorherigen Baumaßnahmen gelegt wurden. Hoffmann und Hirsch vereinbarten am Ende des Gespräches, bei künftigen Baumaßnahmen eng zu kooperieren, um die bestmögliche Förderung für die benötigten Umbauten zu erhalten. Der CSU-Bundestagsabgeordnete zeigte sich über die geplante Zusammenarbeit sehr zufrieden: „Es ist für die Region von großer Bedeutung, dass wir unsere Bahnhöfe immer auf dem aktuellen Stand halten. Vor allem hinsichtlich der Barrierefreiheit ist es wichtig, dass wir niemanden von der Nutzung eines der wichtigsten Verkehrsmittel in unserer Region ausschließen. Ich bin zuversichtlich, dass wir durch eine intensive Zusammenarbeit an dieser Stelle zukünftig viele Verbesserungen erreichen können“.