08.09.2016

Großes Interesse an Hoffmanns Wahlkreiswanderung von Kleinheubach nach Miltenberg

Kleinheubach – Miltenberg: Eine erfreulich große Gruppe an Wanderfreunden aus dem gesamten Landkreis Miltenberg hatte sich am Samstagvormittag am Kleinheubacher Bahnhof zu einem Ortsrundgang und anschließender Wanderung mit dem Retzbacher Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann eingefunden. Mit einigen regionalen Schmankerln, einem Schluck guten Frankenweins, frischem Brot und Hausmacherwurst vom Retzbacher Metzger begrüßte der Parlamentarier die aufgeweckte Mannschaft: „Von mir selbst geschmiert und belegt“, fügte Gastgeber Alexander Hoffmann schmunzelnd beim Servieren des fränkischen Imbisses an.

In die Schar der Wanderer hatten sich neben der stellvertretenden Landrätin Karin Passow und dem dritten Bürgermeister Kleinheubachs, Wilhelm Breitenbach, auch verschiedene Amts- und Mandatsträger gemischt, darunter Ortsvorsitzende, Mitglieder aus den Arbeitsgemeinschaften, Kreisräte und natürlich auch politisch oder historisch interessierte Bürger. 
Unter der ebenso fach- wie sachkundigen Führung von Gabriele Enders erfuhren die Teilnehmer beim Rundgang durch die Ortschaft allerhand Fakten zur Geschichte Kleinheubachs und zum jüdischen Leben in der Gemeinde. Dabei war unter anderem zu erfahren, dass jüdische Einwohner allein noch keine jüdische Gemeinde bildeten. Dazu mussten nämlich eine Synagoge, ein Ritualbad und eine Schule am Ort sein. Außerdem sind in der jüdischen Tradition zehn Männer, die religiös erwachsen sind, also ihre Bar Mizwa hatten, notwendig, um Gottesdienst feiern zu können. Ebenso lebendig beschrieb Frau Enders die Verhältnisse zwischen Katholiken und Protestanten in den vergangenen Jahrhunderten: So war Kleinheubach bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts reformiert und hatte ein evangelisches Gotteshaus.  
Der katholische Fürst hatte eine katholische Kapelle im Schloss, durfte aber die evangelische Bevölkerung nicht dorthin zum Gottesdienst einladen, hatte sich also zur religiösen Neutralität verpflichtet.  
Im Schlosspark begann anschließend die Wanderung auf die Miltenberger Michaelismesse. Hier nutzten zahlreiche Teilnehmer der Wanderung die Gelegenheit, um mit ihrem Wahlkreisabgeordneten ins Gespräch zu kommen. Dabei ging es neben der Reform der Pflegeausbildung auch um die Flüchtlingsproblematik oder um verschiedene Verkehrsprojekte in der Region.  
„Es macht einfach Spaß, bei die Leut‘ zu sein“, stellte Alexander Hoffmann lächelnd fest, als er mit seiner Wandergruppe auf der Michaelismesse angekommen war. Dort traf er unter anderem noch auf seinen Amtsvorgänger Wolfgang Zöller und den Miltenberger Altbürgermeister Joachim Bieber. Bei einer kühlen Maß Festbier führten er und die zahlreichen Besucher des vom CSU-Ortsverband Miltenberg organisierten Stammtisches auf der Michaelismesse noch das eine oder andere politische und weniger politische Gespräche fort.