28.04.2015

Hoffmann und Rützel erörtern mit Werntalbürgermeistern im Verkehrsministerium Umsetzungsmöglichkeiten der B 26n

Auf Einladung der beiden Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel (Gemünden) und Alexander Hoffmann (Retzbach) kamen am vergangenen Freitag Bürgermeisterin Anna Stolz (Arnstein) und die Bürgermeister Paul Kruck (Karlstadt), Dieter Schneider (Eußenheim) und Lorenz Strifsky (Thüngen) im Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur zu einem Gesprächstermin mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär zusammen.

Die beiden Abgeordneten und die Werntalbürgermeister wollten im Vorfeld der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans vor allem nochmals die schwierige Verkehrssituation im Werntal aufzeigen.
„Solange die Verkehrssituation in Arnstein und in seinen Ortsteilen nicht gelöst ist, hat die Stadt auch städtebaulich keine Zukunft“, stellte Alexander Hoffmann eingangs dar. „Die Situation des Werntals kann nur über die Höhentrasse der B 26n und nicht über einzelne Ortsumgehungen gelöst werden“, ergänzte Bernd Rützel.
Bürgermeisterin Anna Stolz schilderte hierzu detailliert die Probleme der Ortsdurchfahrten in ihrer Gemeinde, insbesondere in der Marktstraße. Karlstadts Bürgermeister bekräftigte die Notwendigkeit einer Lösung „aus einem Guss“, welche eben nur durch die Höhentrasse erzielt werden könne. Lorenz Strifsky verwies auf die Attraktivitätsminderung, die die aktuelle Situation gerade für Familien mit Kindern hervorrufe. Eußenheims Bürgermeister Dieter Schneider unterstrich, dass die aktuelle Problemstellung im neuen Bundesverkehrswegeplan einer Lösung zugeführt werden müsse, sonst sei auch in Jahrzehnten keine Lösung in Sicht.
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur Dorothee Bär, MdB, hörte der Schilderung der Bürgermeisterin und Ihrer Kollegen aufmerksam zu und bestätigte: „Sie haben Recht, die Verkehrssituation vor Ort ist nicht zufriedenstellend.“. Bär erläuterte, dass sich das Bayerische Staatsministerium des Inneren ebenfalls für eine Lösung der Verkehrsprobleme des Werntals stark mache. Bayern habe in der Nachmeldefrist, die bis 30. März dieses Jahres lief, noch eine zusätzliche, fünfte Variante gemeldet. Durch eine zweispurige Option mit Überholgelegenheiten und geschätzten Baukosten von ca. 173 Millionen Euro will der Freistaat nun mit dieser neuen Alternative einerseits die Verkehrsprobleme vor Ort lösen und andererseits auch den Bedenken der Kritiker gerecht werden. „Nun wird eine gesamtwirtschaftliche Bewertung der verschiedenen eingereichten Alternativen vorgenommen. Mit der Vielzahl der verfügbaren Optionen ist das Werntal für diese Überprüfung gut aufgestellt.“, schilderte die CSU Politikerin diese neue Entwicklung. Die neue Alternative soll ebenfalls auf der ursprünglich angedachten Trasse laufen. Durch den anderen Fahrbahnquerschnitt seien allerdings andere Kurvenradien und Ausfahrtszenarien möglich, heißt es aus dem Ministerium.
Die Abordnung aus dem Landkreis Main Spessart zeigte sich mit diesem Sachstand sehr zufrieden. Die beiden Bundestagsabgeordneten Rützel und Hoffmann werten diese neue Entwicklung als positiven Schritt, um die problematische Verkehrssituation im Werntal endlich zu lösen. Sowohl das Bayerische Staatsministerium des Inneren als auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur verdienten Lob und Anerkennung. Denn beide Stellen zeigen, dass sie nachhaltig an einer Lösung arbeiten, die für die Region verträglich und sinnvoll ist.