18.10.2018

MdB Alexander Hoffmann zum Neubau der Schleuse Obernau: „Abwicklung der Baustellentransporte über den Wasserweg noch nicht ausreichend geprüft“

Berlin – Wahlkreisabgeordneter Alexander Hoffmann hat sich bezüglich des Neubaus der Schleuse Obernau nochmals an den Leiter des Wasserstraßen-Neubauamts Aschaffenburg (WNA), Elmar Wilde, und an den zuständigen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gewandt. „Wenn der Abtransport des Erdaushubs weitestgehend über den Wasserweg erfolgt, ließe sich nach Angaben der Gemeinde Niedernberg die Anzahl der Lkw-Fahrten anfangs um rund 80 Prozent, in den weiteren Bauphasen um rund 40 Prozent verringern“, erläutert Hoffmann. „Ich sehe vor diesem Hintergrund die Abwicklung der Baustellentransporte über den Wasserweg noch nicht ausreichend geprüft.“

Hoffmann hatte bereits im Herbst 2017 Elmar Wilde und das Bundesverkehrsministerium gebeten, „nochmals die von der Gemeinde Niedernberg vorgeschlagene Alternativvariante für die Baustraße zu prüfen“, nämlich die Baustraße westlich über Aschaffenburg/Nilkheim kommend am Wasserwerk Aschaffenburg vorbei zu führen. Diese Trasse wäre bereits komplett geteert und könne sich somit auch als günstigere Variante herausstellen, da bereits der nötige Unterbau vorhanden ist. Bis zum Wasserwerk ist die Straße schon entsprechend ausgebaut und müsste für die Reststrecke nur fortgeführt werden. „Im Vergleich zur östlichen Trassenvariante erzeugt die westliche Trasse auch geringere Betroffenheiten Dritter, was Flurstücke, Bebauung, Bewuchs angeht“, argumentiert der Wahlkreisabgeordnete.
Laut Wasserschutzgebietsverordnung sei es möglich, die Baustraße als beschränkt-öffentlichen Weg oder als Privatweg durch die Schutzzone II zu führen. „Meiner Ansicht nach wäre eine solche Ausnahmeregelung durchaus berechtigt“, so Hoffmann. „Schließlich gilt es auch zu verhindern, dass die Beeinträchtigungen während des Neubaus der Schleuse ausschließlich zu Lasten der Gemeinde Niedernberg gehen.“