04.07.2015

MdB Alexander Hoffmann: Verlauf der „SuedLink“-Stromtrasse ist noch völlig offen

Berlin – Anlässlich der Berichterstattung des „Main-Echos“ vom Samstag, 04.07.2015 („SuedLink: Noch vieles ist unbeantwortet“ / „Auch der Untermain wird wohl betroffen sein“) über die Ergebnisse des Energie-Gipfels und den Verlauf der Stromtrasse erklärt CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann:

„Zu ‚SuedLink‘ zählen die Leitung von Brunsbüttel nach Großgartach (bei Heilbronn) sowie die Leitung von Wilster (bei Hamburg) nach Grafenrheinfeld. ‚SuedLink‘ wird nicht mit zwei Systemen auf Grafenrheinfeld treffen. Das hat zur Folge, dass das zweite System dann auch nicht von Grafenrheinfeld nach Großgartach fortgesetzt wird.
Die beiden Systeme sollen zwar möglichst lange gebündelt werden, sprich auf der gleichen Trasse geführt werden. Die ‚SuedLink‘-Leitung nach Großgartach soll aber ausschließlich durch Hessen und Baden-Württemberg laufen. Ministerpräsident Seehofer rechnet mit einem Abzweig, also einer Trennung der Leitungen im Bereich Borken (Hessen) an der A7. Dies und die Streichung zweier ursprünglich geplanter Trassen von Mecklar nach Grafenrheinfeld und von dort nach Kupferzell führen zu einer unschätzbaren Entlastung der Region.
Für beide Trassen ist aber noch kein genauer Verlauf festgelegt. Dies erfolgt erst im zweiten Schritt im Rahmen der Bundesfachplanung und des anschließenden Planfeststellungsverfahrens. Ministerpräsident Seehofer hat am Donnerstag (02.07.2015) in einem Gespräch mit meinen Kolleginnen und Kollegen der CSU-Landesgruppe und mir in Berlin nochmals klargestellt, dass niemand anders als die Bundesnetzagentur über den genauen Verlauf von ‚SuedLink‘ entscheiden wird, weil es eine gerichtsfeste statt einer politischen Lösung braucht.
Ich halte es für ausgeschlossen, dass das in der Konsequenz eine Trassenführung durch den Landkreis Miltenberg bedeutet. Noch niemand hat hier über eine Trasse nachgedacht! Dieser Eindruck darf nun auch nicht in der öffentlichen Diskussion erweckt werden, indem man einfach auf der Landkarte den Anfangs- und Endpunkt miteinander per Lineal verbindet.  
Ich bin ständig im Gespräch mit dem Übertragungsnetzbetreiber und der Bundesnetzagentur. Diese haben mir in vielen Gesprächen erläutert, dass der Landkreis Miltenberg gar nicht untersucht wurde, weil er von den Trassenplanungen gar nicht betroffen war. Eine weitere Trasse auf bayerischem Boden wird es nicht geben. Ziel der Energie-Gipfel-Eckpunkte ist es doch, die Anzahl neuer Trassenkilometer gerade in Bayern zu verringern.“