Wir verwenden auf unserer Website Cookies. Einige dieser Cookies sind technisch notwendig um gewisse Funktionen der Website zu gewährleisten. Weitere Details entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.

MdB Alexander Hoffmann: Ein Hammer! Der Bund fördert Gräfendorfs „Neue Mitte“ mit 2,6 Millionen Euro

Berlin / Gräfendorf (17. März 2021) – Erneut ein hoher Zuschuss für Main-Spessart: Der Bund fördert Gräfendorfs „Neue Mitte“ mit 2,6 Millionen Euro! Darüber hat Bundesinnenminister Horst Seehofer den zuständigen Wahlkreisabgeordneten Alexander Hoffmann am Mittwoch informiert. Der CSU-Parlamentarier aus Retzbach-Zellingen hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres sowohl Seehofer als auch den zuständigen Kollegen im Bauausschuss des Deutschen Bundestages das Projekt vorgestellt und mit Nachdruck dafür geworben.

„Ich konnte deutlich machen, dass es sich hier nicht nur um eine einmalige Chance für die Gemeinde Gräfendorf handelt, sondern um ein Pilotprojekt für viele ähnlich strukturierte kleinere Kommunen in den ländlichen Räumen“, betont Alexander Hoffmann in einer Pressemitteilung. „Mit der Unterstützung durch den Bund wird hier ein Musterprojekt von nationaler Bedeutung geschaffen, das bundesweit sicherlich viele Nachahmer finden kann und auch soll. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Gräfendorf in das Bundesprogramm aufgenommen worden ist.“

Bürgermeister Johannes Wagenpfahl hatte Hoffmann das tolle Konzept bereits Anfang September 2020 vor Ort erläutert. „Ich freue mich riesig, dass unser zukunftsweisendes Vorhaben die volle Unterstützung durch den Bund erhält. Für meine Gemeinde Gräfendorf ist dieses Infrastrukturprojekt ein kräftiger Schub für die Daseinsvorsorge und damit auch maßgeblich für die weitere Entwicklung aller Ortsteile von Gräfendorf“, freut sich Bürgermeister Wagenpfahl. „Ich danke Alexander Hoffmann für die Unterstützung. Er war von Anfang an von den Plänen für die ‚Neue Mitte‘ begeistert und hat uns bestärkt, diesen Förderantrag zu stellen. Unsere Beweggründe treffen auch nach seiner Auffassung viele Gemeinden, die dies nachahmen sollten.“

Auch MdB Bernd Rützel freut sich mit der Gemeinde, denn die Große Koalition aus CDU, CSU und SPD hatte das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ im Jahr 2014 ins Leben gerufen, aus dem die Mittel stammen. Damit unterstützt der Bund die Kommunen jährlich bei Investitionen in bedeutende Städtebauprojekte. Der Bund fördert dabei investive und konzeptionelle Vorhaben mit besonderer Wahrnehmbarkeit, mit hoher baukultureller Qualität, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen sowie Projekte mit hohem Innovationspotenzial. Die Nationalen Projekte des Städtebaus setzen dabei wichtige Impulse und dienen als gutes Beispiel für andere Städte und Regionen.

In diesem Jahr hat das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ ein Gesamtvolumen von rund 75 Millionen Euro; 2,6 Millionen Euro fließen nun nach Gräfendorf. Das sind rund zwei Drittel der geschätzten Gesamtkosten. 24 Projekte wurden bundesweit ausgewählt; beworben hatten sich 98 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland. Die „Neue Mitte“ ist eine von nur fünf Maßnahmen aus dem Freistaat Bayern. Erst im November 2020 hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen, die Ostpalas-Generalsanierung der Burg Rothenfels mit stolzen 5,2 Millionen Euro aus Bundesmitteln zu unterstützen.

Die Gemeinde Gräfendorf strebt den Bau einer „Neuen Mitte“ an. Die Dorfmitte kommt im wahrsten Sinne des Wortes wieder in die Mitte des Dorfes in eine Sichtachse mit den vorhandenen Kirchen. Dieser entkernte Bereich zwischen evangelischer und katholischer Kirche soll in vielfältigen Funktionen als Dorfzentrum deutlich spürbar und erlebbar werden. Erschaffen wird ein bauliches und gestalterisches Gesamtkonzept, welches dem Dorfzentrum einen zeitgemäßen, unverwechselbaren Charakter gibt und damit die Identifikation von Gräfendorf unterstützt. Im Mittelpunkt stehen als zentrale Elemente der Daseinsvorsorge ein bürgerschaftlich geführtes Nahversorgungszentrum (der bereits seit 2012 als Bürgerprojekt erfolgreich betriebene kommunale Dorfladen, der an seine Kapazitätsgrenzen stößt, wird auf größerer Fläche mit einem breiteren Sortiment erreichtet) mit sozialem Treffpunkt und ein kommunales Gesundheitshaus. Zur langfristigen Sicherung der medizinischen Versorgung sollen die neu zu schaffenden Praxisräume als kommunale Hausarztpraxis mit angestellten Ärzten/-innen betrieben werden. Mit diesem Schritt würde man eine Vorreiterrolle in der Region einnehmen.

Das Vorgenannte lässt sich in der „Idee der Höfe“ realisieren und wie folgt beschreiben: Die Anordnung des Gebäudeensembles lässt eindrucksvolle Hofsituationen entstehen. Im Vordergrund hierbei steht das breit gefächerte Nutzungsspektrum der insgesamt sechs Höfe. Es reicht von dem Veranstalten regionaler Wochenmärkte im überdachten Eingangsbereich, über die Verschmelzung des Innen- und Außenbereichs durch ein Café, bis hin zur Erweiterung der bereits erwähnten Arztpraxis mit außenliegendem Warte-bereich. Gleichermaßen werden zudem organisatorisch notwendige Zonen geschaffen, die sowohl eine problemlose Anlieferung des entstehenden Marktes garantieren, als auch einen barrierefreien Zugang zum Arzt ermöglichen.